Wenn der SSV Jahn Regensburg ein Heimspiel hat, dann findet das seit 1926 im Jahnstadion statt. Es trug auch schon die Namen Arena Regensburg und Continental Arena, aber nach dem Ende des Sponsoring entschieden sich die Fans in einer Online-Abstimmung für den alten Namen.

Das heutige Stadion hat aber mit den Gründertagen des Vereins nicht mehr gemein as den Namen. Es wurde 2015 komplett neugebaut. Betrieben wird es offiziell von der Regensburger Badebetriebe GmbH, und neben dem SSV Jahn Regensburg sind der DFB und die FIFA hier Untermieter. Nachdem das alte Stadion den modernen Anforderungen des Ligabetriebes nicht mehr entsprach, wurde mit der Planung eines neuen Platzes begonnen. Man fand ein geeignetes Gelände in Oberisling, das zum einen an der Autobahn A3 lag und zum anderen nahe an der Universität. Damit konnte die Verkehrsanbindung gesichert werden, gleichzeitig konnte man die Uni-Parkplätze an Spieltagen nutzen. Der RVV baute dann eine weitere Haltestelle.

Gastgeber verloren Eröffnungsspiel

Nach anfänglichen Problemen, durch Funde aus der Römerzeit, konnte Ende 2012 eine Ausschreibung veröffentlicht werden. Die Baukosten betrugen über 50 Millionen Euro, wobei fast die Hälfte für die Erschließung aufgewendet wurde. Im Januar 2014 begannen dann die Arbeiten am Stadion und eineinhalb Jahre später fand das erste Testspiel zwischen dem SSV Regensburg und einer Auswahl von Amateuren aus Oberbayern statt. Leider verloren die Gastgeber 1:2. Dennoch stand nichts mehr der Eröffnung des Neubaus am 17.7.2015 entgegen und die kommende Saison wurde bereits im neuen Jahnstadion absolviert.

Heute passen über 15.000 Zuschauer auf die Ränge, die alle überdacht sind. Etwa zwei Drittel davon sind Sitzplätze und Plätze für Rollstuhlfahrer. Knapp 1000 Plätze sind aber für den so genannten Businessbereich reserviert und 50 Plätze für Presse und Kommentatoren. Das Stadion genügt internationalen Vorschriften, es gab bereits Länderspiele der U21-Männermannschaft als WM-Qualifikation und zwei Freundschaftsspiele der deutschen Frauennationalmannschaft. Noch immer wird das Stadion defizitär betrieben, zuletzt machte es drei Millionen Euro Verluste.